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Das ideale Solomotorrad für die Wüste Die DR350 !! |
Dank geringem Verbrauch und kräftigem Motor sind Reichweiten bis zu 1500km möglich - ohne das Fahren Schwerstarbeit wird. Vorteile: - Leicht - Zuverlässig - Bewährt - Robust - Gutmütiges Fahrverhalten - Kraftvoller Motor - Sparsam Nachteile: In Deutschland nur noch gebraucht erhältlich. Sorgfalt bei der Montage von Anbauteilen wie grossem Tank oder Gepäckträger nötig, um den Rahmen nicht zu gefährden. Schwachstellen: Meine Erfahrungen Probleme mit dem Motor gab es nie, ich fuhr ohne den Motor zu überholen 5 Saharatouren. Danach war ein neuer Kolben fällig, der Zylinderkopf wurde ebenfalls überholt. Wenn man alles selbst auseinander schraubt und zum Richten bringt, entstehen Kosten von ungefähr 600 bis 1000DM. Erfahrungen Anderer: Hier werde ich alle erfahrungen noch sammeln und veröffentlichen. Obwohl die DR ein ausgereiftes und sehr zuverlässiges Motorrad ist, das aber in die Jahre kommt, wird zunehmend beobachtet, das ein Auslaßventil abreist. Ich habe schon 2 Fälle im Bekanntenkreis gehabt. Wodurch das entstand kann ich nicht sagen. Auch gibt es ein Schwachpunkt im Zylinderkopf. Bei mir habe ich Risse zwischen Auslaßventil und Zündkerze festgestellt. Jetzt habe ich den Kopf der E-Startversion eingebaut. Hier wird eine kleinere Zündkerze verwendet, es gibt dadurch mehr "Fleisch" an dieser empfindlichen Stelle. "Unten" rum scheint es aber weniger Probleme zu geben. Rahmen: Hier ist grössere Aufmerksamkeit geboten, da durch Anbauteile wie Gepäckträger und grosser Tank Teile des Rahmes stärker belastet werden können als dies vom Hersteller vorgesehen ist. Tankhalter: Unbedingt zu vermeiden ist eine Belastung der zwei Röhrchen, an denen der Zylinderkopf im Bereich des Öltanks angeschraubt wird. Die Schweissnaht riss an dieser Stelle ein, und Motoröl lief aus. Gepäckträgerhalterung: Wird ein starker Gepäckträger angebracht, so verwende man Streben, die an den Hauptrahmen gehen, und nicht nur zu den hinteren Fussrastenhalterungen. Das Rahmenrohr zwischen Fussrastenhalter und Hauptrahmen reist hier gerne ein, da das kleine Röhrchen doch zu stark belastet wird. Zubehör/Umbauten: Folgendes habe ich umgebaut:48L Kevlartank der Firma Motoforms Frankreich ( Honda XR600 43L oder BMW HPN Tank 41l eignet sich ebenso gut ). Für die kleinere Tour passen viele Tanks, wie z.B. Acerbis 15l für DR350, 24l Acerbistank der DR 650, Tenere Ur-Tank mit 28l, sowie eigentlich viele andere Tanks schmaler Enduros ohne Wasserkühlung. Stabiler Gepäckträger mit Alukoffern, je 30l Übersetzung im Gelände 13/50, für die Anfahrt 15/50, Kettenlänge 112 Glieder zu bekommen bei Firma Zupin Motorsport. Meine Reifenempfehlung: Michelin Desert 140/90-18 hinten, 90/90-21 vorneAltbewährter, robuster Reifen fürs Gelände, aber speziell der Vorderradreifen auf der Strasse gewöhnungsbedürftig. Hinten sehr grosse Lebensdauer (bis 25000km), Vorderrad fährt sich dagegen schneller ab (1 Tour)die Hinterradfelge muss für den Dessert um ca. 5mm nach links zentriert werden (kein Problem) Pirelli Rallye Cross MT21 140/80 hinten 90/90-21 vorneSehr guter Reifen im Gelände. Super zu fahren besonders im Sand und in tiefen, weichen Spurrillen. Ebenso sehr gutes Fahrverhalten auf der Strasse. Vorne und hinten grosse Lebensdauer. Nachteil: Dornenempfindlichkeit des Vorderreifens. Des weiteren montierte ich eine stärkere Feder für das hintere Federbein, den Vergaser und den Auspuff der Sportversion (noch sparsamer, mehr Leistung). Im Cockpit entfernte ich die Tacho-Drehzahlmessereinheit. An dessen Stelle montierte ich einen Fahrradtacho und den Garmin GPS75. Ausserdem befestigte ich an der Lenkerhalterung mittels 2 starken Alublechen einen kleinen Airguidekompass. Er funktioniert übrigens ausgezeichnet, hat nur ca. 5° Abweichung, und zeigt selbst auf übler Piste immer die Richtung an , ohne sich zu drehen. Von Suzuki gibt es für die DR350 einen kleinen Ölkühler, ist gut, aber nicht nötig.Vorschriften für die Benutzung besonderer Öle gibt es nicht. Ich verwende jedoch Castrol RS 10W60. Das Federbein von Öhlins hat sich ebenfalls bewährt, wohingegen selbst das Originale nicht schlecht ist, welches sich sogar überholen lässt (ich fahre das Original Federbein) Die Firma Zupin Motorsport übernimmt diese Tätigkeit, Kosten mit Versand ca. 200 DM. Eine Veränderung der Gabel ist selbst mit einem grossen Tank nicht nötig. Tüv Gutachten / Zulassung: Wie bei jedem Umbau gilt auch hier: Bei Umbauten ohne Eintrag in den Fahrzeugbrief erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Nicht für alle der hier beschriebenen Umbauten gibt es Freigaben. Man kläre daher die Notwendigkeit einer Eintragung nach einem Umbau mit sich selbst, bzw. mit der örtlichen Typprüfstelle Reichweite und Verbrauch: Im weichen Sand (nur Mandara Seen): 8l/100kmStrecke Germa - Gabron - Idri 6l/100kmStrecke Idri - Hassi el Hassi - Hassi Nahia - Derj (Dünenstrecke) 4,2l/100kmStrecke Hassi Bel Guebbour - Bordj Omar Driss - Gara Khanfoussa - Qued Melene - Amguid - Teffedest Ost - Assekrem - TAM: 4,5l/100kmTAM -Ideles (schreckliches Wellblech, 15km/h) 3,2l/100km Um auch ganz lange Strecken zurückzulegen habe ich noch 2 Stück 10L Plastikkanister dabei, die direkt hinter der Sitzbank schwerpunktmässig optimal angebracht waren. Im leeren Zustand bindet man sie hinter die Gepäckrolle. Anschaffung: Leider wird dieses Motorrad nicht mehr in Deutschland verkauft, jedoch dürften auch in den nächsten Jahren noch viele DRs auf dem Gebrauchtmarkt zu haben sein.Gute Exemplare kosten zwischen 4 000 und 5000 DM, Brauchbare Fahrzeuge bekommt man sogar schon unter 2000 DM. Martin Ihle |
Die oft unterschätzte DR 350 ist ein exzellentes Motorrad für Wüstentouren mit und ohne Gepäck. |
Meine Erfahrungen mit der DR im Sahara-Info.ch |
Will man bequem reisen, kommt man nicht umhin sich eine Sitzbank zu bauen. Dies ist ohnehin nötig, da der Originial Sitz nicht zum Tankumbau passt |
Interessant auch die Unterseite, die ein Eindringen von Staub verhindert |